Louvre Tickets: was Sie vor der Buchung wissen sollten

Last Updated on 10/09/2026

Was Sie zahlen und warum das vom Wohnsitz abhängt, was „Skip-the-Line“ wirklich überspringt, Öffnungszeiten, und wo die deutschen Meister hängen.

Planen Sie einen Louvre-Besuch? Zwei Dinge haben die Rechnung dieses Jahr verändert. Am 14. Januar 2026 wurden die Preise zweigeteilt — und für den deutschsprachigen Raum verläuft die Grenze mitten hindurch, weil die Schweiz nicht dazugehört. Und das Museum arbeitet mit verpflichtenden Zeitfenstern, was bedeutet: das, wofür die meisten Menschen Aufpreis zahlen, steckt bereits im günstigsten Ticket.

Auf dieser Seite: was Sie zahlen und warum, was „Skip-the-Line“ wirklich überspringt, was tun, wenn Ihre Termine ausgebucht sind, welchen Eingang Sie nehmen sollten, Öffnungszeiten und Schließtage, wann der Eintritt frei ist, Anfahrt, die deutschen Meister im Louvre, Optionen mit Guide und Anfrage für einen privaten Gästeführer.

OfficialGuides ist ein Verzeichnis unabhängiger lizenzierter Gästeführer, nicht die Ticketstelle des Louvre — das ist ticket.louvre.fr. Die beiden Tour-Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links zu einem autorisierten Wiederverkäufer; der Preis für Sie bleibt gleich.

Auf einen Blick

Louvre — das Wichtigste

Ticketpreis: 22 € für EU- und EWR-Ansässige, 32 € für alle anderen — einschließlich der Schweiz — seit 14. Januar 2026.
Freier Eintritt: unter 18 (jede Nationalität), EU/EWR-Ansässige von 18 bis 25, erster Freitag im Monat ab 18 Uhr (außer Juli und August) und am 14. Juli.
Öffnungszeiten: 9:00–18:00 Uhr; abends bis 21:45 Uhr mittwochs und freitags. Dienstags geschlossen, dazu 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember.
Buchung: Zeitfenster ist Pflicht. Jedes Ticket enthält eines — das ist das Skip-the-Line-System.
Schnellster Eingang: Carrousel du Louvre, über 99 Rue de Rivoli oder direkt aus der Metro.
Mona Lisa: Denon-Flügel, 1. Etage, Saal 711.
Deutsche Meister: Richelieu-Flügel, 2. Etage, Saal 809.
Zeitbedarf: 3–4 Stunden für die Höhepunkte; 2 Stunden für die drei Anker-Werke.
Offizielle Ticketstelle: ticket.louvre.fr

Lange Warteschlange vor der Glaspyramide des Louvre in Paris

Die Kassenschlange an der Pyramide. Wer ein gebuchtes Zeitfenster hat, geht daran vorbei — auch wer zum Nennwert auf der offiziellen Seite gebucht hat.

Louvre-Ticketpreise: warum Sie 22 € oder 32 € zahlen

Am 14. Januar 2026 führte der Louvre zum ersten Mal in seiner Geschichte ein zweistufiges Preissystem ein. Für den deutschsprachigen Raum gibt es darauf keine einheitliche Antwort, denn die Grenze verläuft nicht entlang der Sprache.

Deutschland und Österreich sind EU-Mitglieder — Sie zahlen weiterhin 22 €. Auch Liechtenstein fällt darunter, weil es dem Europäischen Wirtschaftsraum angehört.

Die Schweiz gehört nicht zum EWR. Sie hat den EWR-Beitritt 1992 in einer Volksabstimmung abgelehnt und ist seither über bilaterale Verträge mit der EU verbunden — beim Louvre-Tarif zählt das nicht. Schweizer Besucherinnen und Besucher zahlen 32 €, also 45 % mehr als 2025. Das überrascht viele, weil die Schweiz sonst bei fast allen europäischen Regelungen mitgemeint ist.

Maßgeblich ist Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit, nicht wo Sie das Ticket kaufen. Ein Schweizer mit Wohnsitz in München zahlt 22 €; ein Deutscher mit Wohnsitz in Zürich zahlt aufgrund seiner Staatsangehörigkeit ebenfalls 22 €. Nehmen Sie einen entsprechenden Nachweis mit, es wird am Einlass kontrolliert.

Warum die Erhöhung. Sie finanziert ein langfristiges Sanierungsprogramm, das Anfang 2025 angekündigt wurde, nachdem die Museumsdirektorin einen Louvre-Besuch als „körperliche Zumutung“ bezeichnet und Teile des Gebäudes als in sehr schlechtem Zustand beschrieben hatte. Dringlich wurde es im Oktober 2025, als Diebe am helllichten Tag französische Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro aus der Galerie d’Apollon entwendeten und dabei gravierende Sicherheitsmängel offenlegten. Der Louvre steht damit nicht allein: Versailles, das Musée d’Orsay, das Centre Pompidou und die Sainte-Chapelle führten im selben Monat ebenfalls zweistufige Preise ein.

Was das Standardticket abdeckt. Die gesamte ständige Sammlung: alle drei Flügel (Denon, Sully, Richelieu), jede Etage und die rund 35.000 ausgestellten Werke, dazu die meisten Ausstellungen innerhalb der ständigen Säle. Große Sonderausstellungen in der Hall Napoléon erfordern meist ein separates Ticket, in der Regel 4–6 € zusätzlich.

Wer frei hinein kommt. Alle unter 18, unabhängig von der Nationalität — das gilt auch für Schweizer Kinder. Und EU/EWR-Ansässige zwischen 18 und 25 mit gültigem Ausweis. Auch der freie Eintritt setzt ein reserviertes Zeitfenster voraus, und daran scheitern erstaunlich viele.

Der Preis, mit dem Sie rechnen sollten. 22 € oder 32 €, direkt gebucht auf ticket.louvre.fr. Das ist der Nennwert, und dort sollten Sie zuerst schauen. Wenn Ihnen ein einfaches Eintrittsticket deutlich darüber angeboten wird, zahlen Sie die Marge eines Wiederverkäufers, nicht schnelleren Einlass. Warum, erklärt der nächste Abschnitt.

Was „Skip-the-Line“ im Louvre wirklich überspringt

Diesen Teil sollte man langsam lesen, denn hier verliert das Reisebudget das meiste Geld.

Der Louvre arbeitet mit verpflichtenden Zeitfenstern. Jedes Ticket — das für 22 €, das für 32 € und selbst die kostenlosen — ist an ein 30-minütiges Ankunftsfenster gebunden, das Sie bei der Buchung wählen. Am Tag selbst gehen Sie zur reservierten Einlassspur, nicht in die allgemeine Schlange. Das ist das Skip-the-Line-System, und es steckt im Standardticket.

Wenn also eine Plattform ein „Skip-the-Line“- oder „Fast-Track“-Ticket für 40, 50 oder 80 € bewirbt, verkauft sie Ihnen keinen schnelleren Einlass als das 22-Euro-Ticket der offiziellen Seite. Der Aufpreis kauft etwas anderes: einen Guide, einen Audioguide, einen Host, der Sie zur Mona Lisa bringt, ein Abendfenster, oder schlicht Verfügbarkeit an einem Termin, den die offizielle Seite ausgebucht hat. Das kann alles seinen Preis wert sein — man sollte nur wissen, wofür man zahlt.

Die eine Schlange, die niemand überspringt. Die Sicherheitskontrolle ist verpflichtend und läuft wie am Flughafen. Kein Ticket, keine Tour und keine Preisstufe befreit davon. Rechnen Sie mit 15 bis 20 Minuten und kommen Sie etwas vor Ihrem Zeitfenster.

Wann mehr zu zahlen tatsächlich sinnvoll ist. Drei Fälle. Ihre Termine sind auf der offiziellen Seite ausgebucht und ein Wiederverkäufer hat noch Kontingent. Sie möchten einen lizenzierten Gästeführer, den das Louvre-Ticket nicht enthält. Oder Sie möchten ein Abendfenster mit Führung, wenn die Säle am leersten sind und die offiziellen Abendöffnungen bereits vergeben sind.

Wenn Ihre Termine ausgebucht sind

In dieser Lage sind die meisten Menschen, wenn sie auf Seiten wie dieser landen. Vormittags- und Wochenendfenster sind Wochen im Voraus weg, und die offizielle Seite zeigt schlicht nichts an. Gehen Sie es in dieser Reihenfolge durch.

Erstens: Nachbartage prüfen. Wenn Ihre Paris-Termine auch nur etwas Spielraum haben, gibt es oft donnerstags ein Fenster, wenn samstags nichts frei ist. Der offizielle Kalender zeigt einen ganzen Monat — schauen Sie sich den Monat an, nicht nur das eine Datum, das Sie im Kopf hatten.

Zweitens: Abendöffnungen prüfen. Mittwoch- und Freitagabend füllen sich später als die Vormittage, weil kaum jemand den Louvre als Abendmuseum denkt. Wer den Besuch auf 18 oder 19 Uhr an einem dieser beiden Tage legen kann, findet oft Verfügbarkeit, wo vormittags nichts mehr ist. Und die Säle sind ohnehin leerer.

Drittens: freien Eintritt prüfen. Unter 18, oder EU/EWR-Ansässiger unter 26? Die kostenlosen Plätze sind ein eigenes Kontingent, getrennt von den bezahlten — sie können offen sein, wenn die bezahlten es nicht sind. Reservieren müssen Sie trotzdem.

Wenn nichts davon hilft, haben Wiederverkaufsplattformen eigenes Kontingent. Tourveranstalter bekommen ihre Einlassfenster im Voraus zugeteilt, und genau deshalb sind geführte Touren häufig noch buchbar, wenn einfache Tickets längst weg sind. Sie zahlen über dem Nennwert, und was Sie kaufen, ist Verfügbarkeit plus Guide — nicht schnellerer Einlass, den Ihr Ticket ohnehin enthalten hätte. Auf einer Reise, für die Flug und Hotel bereits feststehen, ist das meist ein vernünftiger Tausch.


👥 Wenn die offizielle Seite ausgebucht ist
Teilprivate Tour (max. 6) — verfügbare Termine prüfen →
Veranstalter haben ihr eigenes Einlasskontingent, deshalb ist hier oft noch etwas frei, wenn einfache Tickets vergriffen sind.

Welchen Eingang sollten Sie nehmen?

Der Eingang beeinflusst Ihre Wartezeit stärker als das Ticket, das Sie gekauft haben — und fast niemand plant ihn.

Die Glaspyramide ist der ikonische Haupteingang und der langsamste, weil alle standardmäßig dorthin gehen, die nicht darüber nachgedacht haben. Schön, voll, und mit der längsten Sicherheitsschlange der drei.

Der Carrousel du Louvre ist der Eingang für alle mit vorab gebuchtem Ticket. Er liegt unterirdisch und ist über 99 Rue de Rivoli oder direkt aus der Metrostation Palais Royal–Musée du Louvre erreichbar, ohne dass Sie ins Freie müssen. Die Sicherheitsschlange ist hier fast immer kürzer, und er ist der Standardeingang der meisten vorgebuchten Touren. Bei Regen oder Sommerhitze rechtfertigt allein das den Umweg.

Die Porte des Lions führt direkt in den Denon-Flügel, am nächsten zur Mona Lisa. Sie wurde vollständig saniert und im Dezember 2025 wiedereröffnet, hat aber begrenzte und wechselnde Zeiten — planen Sie nur mit ihr, wenn Sie bestätigt haben, dass sie an Ihrem Tag geöffnet ist.

Der unterirdische Eingang Carrousel du Louvre von der Rue de Rivoli

Der Eingang Carrousel du Louvre, über 99 Rue de Rivoli oder direkt aus der Metro. Meist die kürzeste Sicherheitsschlange der drei.

Öffnungszeiten und Schließtage

Der Louvre ist täglich außer dienstags geöffnet. Standardzeiten sind 9:00 bis 18:00 Uhr, mit Abendöffnung bis 21:45 Uhr mittwochs und freitags. Letzter Einlass ist eine Stunde vor Schließung; das Personal beginnt 30 Minuten vor Schließung mit dem Räumen der Säle.

TagÖffnungszeiten
Montag9:00 – 18:00 Uhr
DienstagGeschlossen
Mittwoch9:00 – 21:45 Uhr (Abend)
Donnerstag9:00 – 18:00 Uhr
Freitag9:00 – 21:45 Uhr (Abend)
Samstag9:00 – 18:00 Uhr
Sonntag9:00 – 18:00 Uhr

Außerdem geschlossen am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember. Fällt ein Feiertag auf einen Dienstag, bleibt das Museum wie üblich zu — es öffnet nicht als Ausgleich.

Die besten Zeitfenster. Am vollsten ist es zwischen 11 und 15 Uhr, am schlimmsten an Wochenenden von Juni bis September. Zwei gute Fenster: direkt zur Öffnung um 9 Uhr mittwochs oder donnerstags, oder ab etwa 17:30 Uhr in der Abendöffnung mittwochs und freitags, wenn die Tagesgäste weg sind. April/Mai und September/Oktober sind spürbar ruhiger als der Hochsommer.

Wann ist der Louvre kostenlos?

Neben den ohnehin freien Gruppen öffnet das Museum am ersten Freitag jedes Monats nach 18 Uhr für alle kostenlos — im Juli und August fällt das aus — und am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag.

Der Haken ist real. Auch der freie Eintritt setzt ein reserviertes Zeitfenster voraus, und diese Plätze sind innerhalb weniger Stunden nach Freigabe weg. An kostenlosen Abenden ist mit großem Andrang zu rechnen. Wenn Sie tatsächlich Kunst sehen wollen und nicht 22 € sparen, ist ein bezahltes Zeitfenster an einem Wochentagvormittag der bessere Tausch.

Anfahrt

Der Louvre liegt am rechten Seine-Ufer im 1. Arrondissement, mitten im Zentrum von Paris.

🚇 Mit der Metro

Die Linien 1 und 7 halten an Palais Royal – Musée du Louvre, mit direkter unterirdischer Verbindung zum Carrousel-Eingang — Sie müssen nicht ins Freie. Linie 14 hält in der Nähe an Pyramides.

🚌 Mit dem Bus

Die Linien 21, 27, 39, 68, 72 und 95 halten in kurzer Gehweite. Der 72er fährt entlang der Seine direkt am Museum vorbei.

🚕 Mit Taxi oder Auto

Etwa 15 Minuten aus dem Zentrum mit dem Taxi. Es gibt keine Parkplätze am Museum; das Parkhaus Carrousel mit Zufahrt über die Avenue du Général Lemonnier ist die nächste Option.

🚶 Zu Fuß

Aus den meisten zentralen Vierteln sind es 20 bis 40 Minuten entlang der Seine, durch den Jardin des Tuileries und vorbei an der Pont des Arts.

Die deutschen Meister im Louvre — und wo sie genau hängen

Hier liegt ein Grund für einen Louvre-Besuch, den kein allgemeiner Reiseführer nennt, und vor allem: eine Adresse, die niemand mitliefert.

Die deutsche Malerei des 16. Jahrhunderts hängt im Richelieu-Flügel, 2. Etage, Saal 809. Das ist die andere Seite des Museums als die Mona Lisa, weit weg von den Menschenmassen im Denon-Flügel, und Sie werden dort oft in fast leeren Sälen stehen.

Dürers erstes gemaltes Selbstbildnis. Das Selbstbildnis mit Distel von 1493 ist das früheste gemalte Selbstporträt Albrecht Dürers überhaupt — nicht das bekanntere Münchner von 1500, sondern das davor. Dürer war 22 und malte es in Straßburg während seiner Wanderjahre, kurz bevor er nach Nürnberg zurückkehrte und Agnes Frey heiratete. Die Pflanze in seiner Hand, ein Eryngium oder Mannstreu, gilt als Symbol ehelicher Treue; das Bild könnte ein Verlobungsporträt sein. Oben steht seine Inschrift: „My sach die gat als es oben schtat“ — meine Sache geht, wie es oben steht. Das Werk wurde im 19. Jahrhundert in Wien von Holz auf Leinwand übertragen und kam über Umwege nach Paris.

Holbeins Erasmus. Der Louvre besitzt Hans Holbeins des Jüngeren Porträt des Erasmus von Rotterdam. Von diesem Bildnis existieren mehrere Fassungen in verschiedenen Museen; die Pariser gehört zu den bedeutendsten, und der Louvre bewahrt zusätzlich Holbeins Handstudien dazu auf.

Cranach. Auch Lucas Cranach der Ältere ist im Louvre vertreten — Werke, die im deutschsprachigen Raum weit weniger bekannt sind als seine Bestände in Berlin, Wien oder Weimar.

Wie Sie dorthin kommen. Vom Napoleon-Hof unter der Pyramide nehmen Sie den Richelieu-Aufgang, nicht den Denon-Aufgang. Zweite Etage, Nordtreppenhaus. Wenn Ihnen die deutschen Meister wichtig sind, planen Sie sie vor der Mona Lisa ein: Wer erst durch Denon geht, kommt erschöpft in Saal 809 an, und der Richelieu-Flügel ist genau der Teil des Museums, der Ruhe belohnt.

Und gleich nebenan. Im selben Flügel liegen die Wohnräume Napoleons III., die niederländische Malerei mit Vermeer und Rembrandt (Saal 844) sowie die mesopotamische Sammlung mit dem Codex Hammurapi. Das ist der Teil des Louvre, in den erfahrene Besucher gehen, während sich alle anderen im Denon-Flügel drängen.

Was Sie sonst sehen sollten, und wie viel Zeit Sie brauchen

Mit über 35.000 Werken in acht Abteilungen belohnt der Louvre einen Plan weit mehr als den Versuch, alles zu sehen. Den meisten Erstbesuchern reichen drei bis vier Stunden: die Höhepunkte plus eine Sammlung, die sie wirklich interessiert. Mit nur zwei Stunden schafft man die drei Anker-Werke, wenn man zügig geht.

Mona Lisa

Denon-Flügel, 1. Etage, Saal 711 (Salle des États). Hinter Panzerglas, aus etwa vier Metern Entfernung. Die meisten haben 30 bis 60 Sekunden. Um 2031 soll sie in einen eigenen Raum unter der Cour Carrée ziehen, vorerst bleibt sie in Saal 711.

Venus von Milo

Sully-Flügel. Die griechische Aphrodite-Statue, die für das moderne Europa klassische Schönheit definierte — und deutlich leichter wirklich zu betrachten als die Mona Lisa.

Nike von Samothrake

Am oberen Ende der Daru-Treppe, in der theatralischsten Aufstellung des Museums. Sie gehen auf sie zu; der Effekt ist beabsichtigt.

Die Freiheit führt das Volk

Delacroix‘ revolutionäre Ikone, in den Großformatsälen des Denon-Flügels — auf derselben Route wie die Mona Lisa, also gut zu kombinieren.

Ein Detail, das fast alle verpassen: Gegenüber der Mona Lisa hängt Veroneses Hochzeit zu Kana, mit knapp 7 mal 10 Metern das größte Gemälde des Louvre. Kaum jemand sieht es, weil alle im Saal in die andere Richtung schauen. Drehen Sie sich um.

Tragen Sie bequeme Schuhe — 15.000 bis 20.000 Schritte im Inneren sind normal — und laden Sie vor der Anreise die offizielle Louvre-App herunter. Schon ihr Plan erspart viele Irrwege in einem Gebäude, in dem sich selbst Pariser verlaufen.

Besucher fotografieren die Mona Lisa im Denon-Flügel des Louvre

Die Mona Lisa in Saal 711 des Denon-Flügels. Am vollsten ist es zwischen 10:30 und 15 Uhr.

Den Louvre mit einem privaten Gästeführer besuchen

Ein Zeitfenster-Ticket bringt Sie durch die Tür. Ein lizenzierter privater Gästeführer macht aus 35.000 Werken die dreißig, die für Sie zählen: liest den Saal, plant die Route und regelt den Einlass, damit Ihre Stunden für Kunst draufgehen und nicht für Grundrisse.

Als Richtwert kostet ein deutschsprachiger lizenzierter Gästeführer in Paris etwa 80 bis 100 € pro Stunde für die ganze Gruppe, nicht pro Person; die Eintrittskarten zahlt man üblicherweise separat. Für eine Familie oder vier Personen ist das pro Kopf oft günstiger als eine teilprivate Tour — und Sie bestimmen das Tempo. Sie buchen direkt, ohne Agenturaufschlag dazwischen.

ANFRAGE FÜR EINEN PRIVATEN GÄSTEFÜHREROfficialGuides verbindet Sie direkt mit unabhängigen lizenzierten Gästeführern, ohne Agentur dazwischen. Bitte geben Sie im Formular Vor- und Nachname, Telefonnummer mit Ländervorwahl, E-Mail-Adresse, Reisedaten, Personenzahl und die Orte, die Sie besuchen möchten an. Verfügbare Gästeführer melden sich direkt mit Termin und Preis.

Optionen mit Guide, verglichen mit dem offiziellen Ticket

Damit es klar ist, hier der Eintrittspreis neben den Optionen mit Führung. Denken Sie daran: Alle enthalten dasselbe Zeitfenster — der Unterschied liegt darin, was dazukommt.

OptionPreis
Offizielle Seite, nur Eintritt
Zeitfenster inklusive. Buchen auf ticket.louvre.fr — fangen Sie hier an und schauen Sie nur weiter, wenn Ihre Termine weg sind.
22 € EU / 32 € übrige
Privater lizenzierter Gästeführer
Etwa 80–100 € pro Stunde für die ganze Gruppe, Eintritt separat. Anfrage über das Formular oben.
ab 80 €/Std. pro Gruppe
Teilprivate Tour (max. 6)
Eintritt plus Guide in kleiner Gruppe, in der man auch fragen kann. Für Schweizer Gäste, die ohnehin 32 € Eintritt zahlen, kostet der Guide selbst rund 117 €.
ab 149 €
Verfügbarkeit prüfen →
Geführte Abendtour
Mittwoch- oder Freitagabend mit Guide, wenn das Museum am leersten ist. Gegenüber einem 32-Euro-Ticket kommen rund 42 € dazu. Nützlich, wenn die offiziellen Abendfenster vergeben sind.
ab 74 €
Verfügbarkeit prüfen →

Tourpreise sind Startwerte und schwanken je nach Datum und Verfügbarkeit. Kein Ticket und keine Tour befreit, zu welchem Preis auch immer, von der Sicherheitskontrolle.

Häufige Fragen

Zahlen Schweizer den EU-Preis im Louvre?

Nein. Die Schweiz gehört nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum — sie lehnte den Beitritt 1992 in einer Volksabstimmung ab. Schweizer Besucher zahlen daher den Nicht-EWR-Tarif von 32 €, während Deutschland, Österreich und Liechtenstein bei 22 € bleiben. Maßgeblich ist Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit: Wer als Schweizer in Deutschland gemeldet ist, zahlt 22 €.

Wie viel kostet ein Louvre-Ticket?

22 € für EU- und EWR-Ansässige, 32 € für alle anderen, seit dem zweistufigen Preissystem vom 14. Januar 2026. Kinder unter 18 haben unabhängig von der Nationalität freien Eintritt, EU/EWR-Ansässige zwischen 18 und 25 ebenfalls mit gültigem Ausweis. Online zu buchen kostet dasselbe wie an der Kasse und sichert ein Zeitfenster.

Warum hat der Louvre die Preise um 45 % erhöht?

Die Erhöhung finanziert ein Sanierungsprogramm, das Anfang 2025 angekündigt wurde und nach dem Diebstahl französischer Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro im Oktober 2025 dringlicher wurde. Versailles, das Musée d’Orsay, das Centre Pompidou und die Sainte-Chapelle führten gleichzeitig zweistufige Preise ein.

Was überspringt ein „Skip-the-Line“-Ticket wirklich?

Nichts, was das Standardticket nicht ohnehin überspringt. Jedes Louvre-Ticket, auch die kostenlosen, enthält ein verpflichtendes Zeitfenster, und alle mit Zeitfenster nutzen die reservierte Spur statt der allgemeinen Schlange. Ein teureres Drittanbieter-Ticket kauft einen Guide, einen Audioguide, ein Abendfenster oder Verfügbarkeit an einem ausgebuchten Termin — keinen schnelleren Einlass. Die Sicherheitskontrolle überspringt nichts.

Wo hängen die deutschen Meister im Louvre?

Im Richelieu-Flügel, 2. Etage, Saal 809, der der deutschen Malerei des 16. Jahrhunderts gewidmet ist. Dort hängt unter anderem Dürers Selbstbildnis mit Distel von 1493, sein frühestes gemaltes Selbstporträt. Der Louvre besitzt außerdem Holbeins Porträt des Erasmus von Rotterdam und Werke von Lucas Cranach dem Älteren. Der Richelieu-Flügel ist deutlich leerer als der Denon-Flügel mit der Mona Lisa.

Muss ich im Voraus buchen?

Ja. Das Zeitfenster ist Pflicht und die Slots sind in der Hochsaison regelmäßig ausgebucht, vor allem vormittags und am Wochenende. Auch wer freien Eintritt hat, muss reservieren. Zwischen April und Oktober ist eine Buchung mehrere Tage im Voraus deutlich sicherer.

Wie sind die Öffnungszeiten des Louvre?

9:00 bis 18:00 Uhr an den meisten Tagen, mit Abendöffnung bis 21:45 Uhr mittwochs und freitags. Dienstags geschlossen, dazu am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember. Letzter Einlass eine Stunde vor Schließung.

Wann ist der Eintritt frei?

Für alle am ersten Freitag jedes Monats nach 18 Uhr, außer im Juli und August, sowie am 14. Juli. Unter 18 und EU/EWR-Ansässige unter 26 sind immer frei. In allen Fällen ist ein reserviertes Zeitfenster nötig, und freie Plätze sind innerhalb weniger Stunden weg.

Welcher Eingang hat die kürzeste Schlange?

Der Carrousel du Louvre, erreichbar über 99 Rue de Rivoli oder direkt aus der Metrostation Palais Royal–Musée du Louvre, ohne ins Freie zu müssen. Die Sicherheitsschlange ist dort fast immer kürzer als an der Glaspyramide.

Wo hängt die Mona Lisa?

Denon-Flügel, 1. Etage, Saal 711, die Salle des États. Um 2031 soll sie in einen eigenen Raum unter der Cour Carrée ziehen, vorerst bleibt sie dort. Genau gegenüber hängt Veroneses Hochzeit zu Kana, das größte Gemälde des Museums, das kaum jemand ansieht.

Lohnt sich der Paris Museum Pass für den Louvre?

Der Pass deckt den Eintritt ab, aber Sie müssen trotzdem ein Zeitfenster über das System des Louvre reservieren, und das Kontingent für Pass-Inhaber ist begrenzt und früh vergeben. Er rechnet sich nur, wenn Sie in kurzer Zeit mehrere abgedeckte Häuser besuchen. Für einen einzelnen Louvre-Besuch ist er nicht günstiger als ein Ticket für 22 oder 32 €.

Darf ich Taschen oder Koffer mitnehmen?

Große Taschen und Koffer sind nicht zugelassen. Alles über Handgepäckgröße muss anderswo bleiben; kleinere Taschen gehen nach der Kontrolle in die kostenlose Garderobe. Stative und Selfie-Sticks sind in den Sälen nicht erlaubt.

Über diese Seite. Erstellt und gepflegt vom Redaktionsteam von OfficialGuides, bestehend aus lizenzierten Gästeführern und Reiseprofis. OfficialGuides.com ist ein Verzeichnis, das Reisende weltweit direkt an unabhängige lizenzierte Gästeführer vermittelt. Preise, Öffnungszeiten und Verkehrsangaben werden mit offiziellen Quellen abgeglichen und bei Änderungen aktualisiert. Letzte Überprüfung: September 2026.

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Beginnen Sie auf ticket.louvre.fr für den Eintritt zum Nennwert mit enthaltenem Zeitfenster. Sind Ihre Termine ausgebucht, oder möchten Sie einen Guide statt nur ein Ticket, lohnt der Vergleich oben.

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