Die besten Plattformen für lizenzierte Gästeführer: Wo Sie private Touren verkaufen

Welche Plattform für Gästeführer? Es kommt darauf an, was Sie verkaufen

Kaum ein Gästeführer füllt seinen Kalender über eine einzige Plattform. Große Marktplätze wie Viator oder GetYourGuide bringen Reichweite, behalten aber 20–30 % jeder Buchung — und die Beziehung zum Gast. Marktplätze für private Guides wie ToursByLocals oder Withlocals passen besser zu individuellen Touren, nehmen aber ebenfalls ein Viertel oder mehr. Direktkontakt-Plattformen kosten weniger und lassen den Gast vor der Buchung mit Ihnen sprechen, liefern allein aber weniger Anfragen. Diese Seite vergleicht alle nach den Zahlen, die für einen Guide zählen: Was Sie zahlen, wer mit dem Gast spricht, wer das Geld kassiert und wie leicht Sie wieder gehen können.

Bei OfficialGuides registrieren →


Kurzfassung: Viator und GetYourGuide nehmen rund 20–30 % pro Buchung und eignen sich für Guides, die Gruppentouren füllen müssen. ToursByLocals (25 %) und Withlocals (20–30 %) sind für private Touren gebaut, aber der Gast bleibt hinter der Plattform. Airbnb Experiences nimmt 20 %. Direktkontakt-Plattformen — darunter OfficialGuides, das nur lizenzierte bzw. zertifizierte Guides listet — verlangen eine niedrige Servicegebühr, lassen den Gast vor der Buchung schreiben und überlassen Ihnen das Inkasso. Die meisten aktiven Gästeführer kombinieren einen großen Marktplatz mit einer Direktkontakt-Plattform. Stand der Gebühren: September 2026.

Vier Arten von Plattformen für Gästeführer — und für wen sie gedacht sind

Bevor man Namen vergleicht, hilft der Blick auf die Geschäftsmodelle: „Plattform“ bedeutet vier verschiedene Dinge, und jedes löst ein anderes Problem.

1. Online-Reisebüros (OTAs). Viator (Tripadvisor), GetYourGuide und Klook. Sie verkaufen Ihre Tour wie ein Produkt: fester Ablauf, Sofortbuchung, die Plattform kassiert, Sie werden nach der Tour abzüglich Provision bezahlt. Geeignet für Guides und kleine Veranstalter mit terminierten Gruppentouren, die Plätze füllen müssen.

2. Marktplätze für private Guides. ToursByLocals, GoWithGuide, Withlocals. Jede Tour ist privat und der Gast kann den Guide vor der Buchung anschreiben — die Plattform bleibt aber dazwischen: Sie hält das Geld, setzt die Stornoregeln und nimmt Provision. Geeignet für Guides, die individuelle Ganztagstouren an überwiegend englischsprachige Gäste verkaufen.

3. Direktkontakt-Plattformen. Die Plattform veröffentlicht Ihr Profil und lässt den Gast Sie direkt kontaktieren; Tour und Preis vereinbaren Sie selbst, das Geld nehmen Sie selbst ein. Die Gebühren sind niedriger — eine kleine Servicegebühr oder ein Abo — weil die Plattform keine Buchung abwickelt. OfficialGuides gehört in diese Gruppe, mit einem Unterschied: Es listet ausschließlich lizenzierte und zertifizierte Guides. Geeignet für qualifizierte Guides, die die Gastbeziehung und ihren vollen Preis behalten wollen.

4. Eigene Website und Google-Unternehmensprofil. Null Provision, volle Kontrolle — und die volle Verantwortung für den Traffic. Funktioniert gut, sobald Bewertungen da sind; im ersten Jahr selten allein.

Plattformen für Gästeführer im Vergleich: Provision, Gebühren, Kontakt und Ausstieg

Die Zahlen stammen aus den Anbieterinformationen der Plattformen oder aus Quellen auf Anbieterseite. Sie ändern sich; wir prüfen sie alle paar Monate. Letzte Prüfung: September 2026.

PlattformProvision / GebührListungs- oder AbogebührGast kann vor Buchung schreibenWer kassiertNur lizenzierte GuidesAusstieg
Viator (Tripadvisor)20–30 %, die meisten starten bei 25 %29 $ pro Produkt (seit Aug. 2025)NeinPlattform, Auszahlung nach der TourNein — jeder kann listenProdukte pausieren oder löschen; Stornoregeln gelten
GetYourGuide30 % für neue Anbieter, 25–28 % bei VolumenKeine veröffentlichtNeinPlattform, Auszahlung nach der TourNeinProdukte deaktivieren
Klook15–25 %Keine veröffentlichtNeinPlattformNeinProdukte deaktivieren
Airbnb Experiences20 %KeineEingeschränkt (nach Buchungsanfrage)PlattformNeinJederzeit deaktivierbar
ToursByLocals25 %KeineJaPlattformNein — Bewerbung wird geprüft; konkurrierende Touren können abgelehnt werdenProfil deaktivieren
Withlocals20 % auf eigene Touren, 30 % auf von Withlocals entworfene TourenKeineJaPlattformNeinProfil deaktivieren
GoWithGuideNicht veröffentlichtKeine veröffentlichtJaPlattformNein — Video-InterviewProfil deaktivieren
Private Guide World0 % — stattdessen JahresaboJahresaboJaGuideNein — Guides, Fahrer, DolmetscherAbo auslaufen lassen
OfficialGuidesNiedrige ServicegebührKeine — kein Abo, keine ListungsgebührJa — Chat und E-MailGuideJa — Nachweis wird vor Veröffentlichung geprüftProfil auf Wunsch innerhalb 1 Werktags entfernt

Tripadvisor und Booking.com fehlen absichtlich: Tripadvisor-Tourbuchungen laufen über Viator zu Viator-Konditionen, und Booking.com schließt seit 2020 keine Direktverträge mehr mit Aktivitätenanbietern.

Im Detail: was Viators Provision einen Gästeführer wirklich kostet und Viator-Alternativen für Gästeführer.

Viator, GetYourGuide und Klook: Reichweite hat ihren Preis

Bei den OTAs beginnen die meisten Reisenden ihre Suche — und genau das bezahlen Sie. Drei Dinge, die Guides unterschätzen:

Der reale Satz liegt über dem beworbenen. Aus Viators Standard-25 % werden im Sichtbarkeitsprogramm „Accelerate“ 30 % und mehr, und seit August 2025 kostet jedes eingereichte Produkt 29 $. GetYourGuide startet neue Anbieter bei 30 %. Bei einer privaten Tour für 200 € sind das 50–60 €, bevor Sie eine einzige Museumskarte gekauft haben.

Sie sprechen den Gast vor der Tour nie. Nachrichten laufen über das Plattform-Postfach, der Preis steht vorher fest, und Fragen wie „Können wir später starten?“ kosten Zeit ohne Buchung. Bewertungen, Wiederbuchungen, Empfehlungen — die Gastbeziehung gehört der Plattform.

Sie konkurrieren mit allen. Jeder kann listen. Ein zertifizierter Gästeführer mit 30 Jahren Erfahrung steht neben einem Hobby-Anbieter mit Smartphone, sortiert vom selben Algorithmus.

Wann sie trotzdem sinnvoll sind: bei terminierten Gruppentouren mit fester Kapazität, in Städten mit starker OTA-Nachfrage und wenn Sie die Provision einpreisen können. Viele Guides behalten genau deshalb ein OTA-Konto — als Entdeckungskanal, nicht als Zuhause.

→ Siehe unsere Aufschlüsselung der Viator-Provision für Gästeführer und den Vergleich Viator vs. GetYourGuide für Guides.

GetYourGuide und der deutschsprachige Markt

GetYourGuide sitzt in Berlin, ist im deutschsprachigen Raum die bekannteste Marke für Touren und Tickets und zieht mit rund 5 % seines Traffics aus Deutschland etwas mehr deutsche Gäste an als Viator (rund 4 %). Für Guides in Berlin, Wien, München oder Zürich ist GetYourGuide deshalb oft der stärkere der beiden OTAs — zu denselben Bedingungen: 30 % Einstiegssatz, Plattform-Postfach, keine Gastbeziehung.

Wichtiger für Ihre Positionierung ist die deutschsprachige Reisendenschaft selbst: Deutsch gehört weltweit zu den meistgefragten Tour-Sprachen, doch fast alle Marktplätze präsentieren Guides auf Englisch. Ein deutschsprachiger Guide in Istanbul, Lissabon oder Kyoto wird auf einem englischsprachigen Marktplatz kaum gefunden — auf einer Plattform, die sein Profil auf Deutsch veröffentlicht, sehr wohl.

ToursByLocals, Withlocals und GoWithGuide: für private Touren gebaut

Diese Plattformen haben verstanden, was den OTAs fehlt: Wer eine private Tour bucht, will vorher mit dem Guide sprechen. Alle drei erlauben Nachrichten vor der Buchung, alle drei verkaufen individuelle Routen.

Der Haken: Sie bleiben Marktplätze in der Mitte. ToursByLocals nimmt 25 % und lehnt bekanntermaßen Bewerber ab, deren Touren mit bereits gelisteten Guides derselben Stadt konkurrieren. Withlocals nimmt 20 % auf Ihre eigenen Touren und 30 % auf Touren, die es selbst entwirft. GoWithGuide prüft Guides per Video-Interview und veröffentlicht seinen Satz nicht. Bei allen dreien hält die Plattform das Geld, setzt die Stornobedingungen und besitzt die Bewertung.

Wann sie sinnvoll sind: bei privaten Ganztagstouren für überwiegend englischsprachige Gäste, wenn Sie 20–30 % gegen den Traffic der Plattform in Ihrer Stadt eintauschen wollen.

→ Siehe ToursByLocals vs. GoWithGuide vs. Withlocals im Vergleich für lizenzierte Guides.

Direktkontakt-Plattformen: Gast und Preis behalten

Das dritte Modell dreht die Beziehung um. Die Plattform veröffentlicht Ihr Profil, prüft, wer Sie sind, und lässt Reisende Sie direkt kontaktieren. Route, Termin und Preis vereinbaren Sie mit dem Gast; bezahlt wird, wie Sie es wollen — bar, per Überweisung oder Zahlungslink. Die Plattform verlangt eine kleine Servicegebühr oder ein Abo statt einer Provision auf jede Buchung.

Zwei ehrliche Einschränkungen. Erstens: Diese Plattformen liefern weniger Anfragen als Viator, weil Viator Hunderte Millionen in Werbung steckt und sie nicht. Zweitens: Die Qualität schwankt — manche listen jeden, der sich anmeldet, inklusive Fahrern und „lokalen Freunden“ ohne Ausbildung, was die Preise drückt und Gäste verwirrt.

OfficialGuides ist eine Direktkontakt-Plattform mit einer Regel: nur lizenzierte bzw. zertifizierte Guides. Jeder Guide lädt seinen Berufsnachweis hoch — in Österreich die Fremdenführer-Berechtigung, in Deutschland, wo es keine staatliche Lizenz gibt, ein anerkanntes Zertifikat wie das des BVGD, in anderen Ländern die dortige Lizenz —, er wird vor der Veröffentlichung geprüft und nie angezeigt. Profile erscheinen in 34 Sprachen, der Gast sieht Ihren Richtpreis, bevor er schreibt, und jede Anfrage kommt mit Datum, Gruppengröße und Ticketstatus bereits ausgefüllt — Sie antworten auf echte Anfragen, nicht auf „Was kostet eine Tour?“. Kein Abo, keine Listungsgebühr; wer nicht bleiben will, lässt sein Profil innerhalb eines Werktags entfernen.

Eigene Website und Google-Unternehmensprofil

Null Provision schlägt alles — sobald man Sie findet. Ein Google-Unternehmensprofil mit Qualifikation, Sprachen, Fotos und stetig neuen Bewertungen ist die bestinvestierte Stunde, die ein Guide online verbringen kann. Eine einfache Ein-Seiten-Website mit Touren, Preisen und Kontaktformular folgt danach.

Der typische Fehler: zu erwarten, dass die Website im ersten Jahr Buchungen bringt. Meist greift sie ab 20–30 öffentlichen Bewertungen — weshalb Plattformen und eigene Seite keine Alternativen sind: Die Plattformen liefern die Bewertungen, die die Website irgendwann zum Laufen bringen.

→ Siehe wie Sie als freiberuflicher oder frisch zertifizierter Gästeführer Kunden finden.

Die richtige Plattform wählen: fünf Fragen

1. Kann der Gast vor der Buchung mit mir sprechen? Wenn nicht: feste Preise, feste Routen und mehr Nichterscheinen.

2. Bestimme ich den Endpreis? Manche Plattformen verlangen Ihren niedrigsten Satz und verbieten, anderswo günstiger zu verkaufen.

3. Wer hält das Geld, und wann bekomme ich es? Kassiert die Plattform, warten Sie bis nach der Tour und leben mit ihren Stornoregeln.

4. Was kostet der Ausstieg? Verträge, Exklusivitätsklauseln und Austrittsgebühren sind Warnsignale. Ein Profil zu pausieren sollte kostenlos und sofort möglich sein.

5. Erreicht die Plattform Gäste in meinen Sprachen? Die meisten Marktplätze arbeiten in ein bis vier Sprachen. Wer auf Deutsch, Japanisch oder Spanisch führt, bekommt von einer Plattform, die das Profil in diesen Sprachen veröffentlicht, Gäste, die andere Guides nie sehen.

Die Kombination, die für die meisten Guides funktioniert

Guides mit vollem Kalender setzen selten auf einen Kanal. Eine typische, tragfähige Aufstellung:

Ein großer Marktplatz für Sichtbarkeit und Bewertungen — die Provision als Marketingkosten auf eine begrenzte Zahl von Touren. Im deutschsprachigen Raum meist GetYourGuide.
Eine Direktkontakt-Plattform, auf der der Gast Sie anschreibt und Sie den vollen Preis behalten.
Google-Unternehmensprofil vom ersten Tag an, dazu eine einfache Website, sobald Bewertungen da sind.
B2B-Beziehungen — Hotel-Concierges, Kreuzfahrtagenturen, Firmenkunden —, die keine Plattform ersetzt.

Die Registrierung bei OfficialGuides ist kostenlos, dauert etwa fünf Minuten und verlangt keine Exklusivität: Alle anderen Konten behalten Sie.

Plattformen für Gästeführer — häufige Fragen

Welche Plattform hat die niedrigste Provision für Gästeführer?

Unter den großen Marktplätzen liegen Klooks veröffentlichte Spanne (15–25 %) und Airbnb Experiences (20 %) am niedrigsten; Viator und GetYourGuide nehmen meist 25–30 %. Plattformen, die keine Buchung abwickeln — Abo-Verzeichnisse und Direktkontakt-Plattformen wie OfficialGuides — verlangen keine Provision pro Buchung, sondern eine niedrige Servicegebühr oder eine Pauschale. Vergleichen Sie die Gesamtkosten, nicht nur den Prozentsatz: Listungsgebühren und Sichtbarkeitsprogramme summieren sich.

Gibt es eine bessere Plattform als Viator für Gästeführer?

Das hängt davon ab, was Sie verkaufen. Bei terminierten Gruppentouren ist Viators Reichweite trotz 25 % Provision und 29 $ Produktgebühr schwer zu schlagen; im deutschsprachigen Raum bringt GetYourGuide oft mehr. Bei privaten, individuellen Touren passen ToursByLocals und Withlocals besser, und Direktkontakt-Plattformen lassen Sie Gastbeziehung und vollen Preis behalten. Die meisten Guides nutzen Viator neben einer günstigeren Plattform, nicht statt ihrer.

Wo kann ich als selbstständiger Gästeführer private Touren online verkaufen?

Private Touren verkaufen sich am besten auf Plattformen mit Kontakt vor der Buchung: ToursByLocals, Withlocals, GoWithGuide und Direktkontakt-Plattformen wie OfficialGuides. OTAs wie Viator und GetYourGuide listen ebenfalls private Touren, aber mit festem Ablauf und ohne Kontakt vor der Tour.

Brauche ich eine Lizenz, um bei diesen Plattformen mitzumachen?

Viator, GetYourGuide, Airbnb Experiences, ToursByLocals und Withlocals verlangen keinen Berufsnachweis, auch wenn das Recht vor Ort einen vorschreiben kann — in Österreich etwa die Fremdenführer-Berechtigung; in Deutschland gibt es keine staatliche Lizenz, aber anerkannte Zertifikate wie das des BVGD. OfficialGuides nimmt nur lizenzierte bzw. zertifizierte Guides auf und prüft den Nachweis vor der Veröffentlichung des Profils.

Kann ich gleichzeitig auf mehreren Plattformen sein?

Ja. Keine der genannten Plattformen verlangt Exklusivität, manche verlangen aber, dieselbe Tour anderswo nicht günstiger anzubieten. Ein großer Marktplatz plus eine Direktkontakt-Plattform ist die häufigste Aufstellung unter aktiven Guides.

Wie berechnet OfficialGuides seine Gebühr?

OfficialGuides verlangt eine niedrige Servicegebühr und sonst nichts: kein Abo, keine Listungsgebühr, keine Einrichtungskosten. Die Registrierung ist kostenlos, und das Profil wird auf Wunsch innerhalb eines Werktags entfernt.

Welche Plattform ist am besten für Guides, die nicht auf Englisch führen?

Die meisten Marktplätze veröffentlichen in ein bis vier Sprachen, und die meisten Gäste dort suchen auf Englisch. OfficialGuides veröffentlicht Guide-Profile in 34 Sprachen, sodass ein Guide, der auf Deutsch, Spanisch, Japanisch oder Arabisch führt, Gäste erreicht, die in diesen Sprachen suchen.

Sind die Provisionssätze auf dieser Seite aktuell?

Sie wurden im September 2026 anhand der Anbieterinformationen der Plattformen und Quellen auf Anbieterseite geprüft. Plattformen ändern ihre Sätze ohne Ankündigung; wenn Sie eine neuere Zahl kennen, schreiben Sie uns, und wir aktualisieren die Tabelle.

Zertifizierter Guide? Ergänzen Sie in 5 Minuten einen Direktkontakt-Kanal.

Behalten Sie Ihr GetYourGuide- oder Viator-Konto. Ergänzen Sie OfficialGuides für Gäste, die zuerst mit Ihnen sprechen wollen — ohne Vertrag, ohne Abo, mit niedriger Servicegebühr.

Als lizenzierter Gästeführer registrieren →


This page is also available in: English · 简体中文 · Français · Italiano · polski · Português · Русский · Español